Von Freundschaften, …

Freundschaften, die im Nebengestocher des Alltagsirrsinns untergehen. Etwas, was plötzlich nicht mehr zu sehen ist. Und ich frage mich warum?! Da es schließlich für alle sehr lange zu sehen war, und bis heute zu sehen sein müßte. Keiner konnte sich dem Zauber dieser Begegnungen verschließen, nicht den überzeugenden Gesprächen und großartiger Geistesverwandtschaft.

Ich lebe auf einer anderen Seite, auf der anderen Seite, die brennt. Für Authentizität. Sie schneidet ins Fleisch, ins Gehirn. In das eigene, vor allem wenn man plötzlich Dinge tut, die einem nicht ähnlich sehen. Wie kann es Menschen geben, die mit einer Erbschaft als erstes ihre Ideale verraten und zweitens — so scheint es — sich dann vor mir in Sicherheit bringen. Vor meinen Eindrücken, vor meinen Ansichten von der Welt. Ich sehe wohl zu gut, von meiner Seite. Es gab andere Zeiten, als wir in dieselbe Richtung blickten — nun blicke nur noch ich. Die Ziele sind verraten. Meine nicht.

Die Ideale sind also nur noch meine eigenen. Offenbar kann nur ich das aushalten. Alle anderen leben von Erbschaften, kosten ihr Nuttengeld aus — erlauben sich Nullposen, die ihr Nullverstand ihnen befiehlt. Alles auf Null. Die Zahl sticht mir ins Visier. Und leuchtet auf den Stirnen der Nullköpfe, die mitlaufen, solange es etwas zum Mitlaufen gibt. Es läuft also. Es läuft mit — ins Sonnenlicht. Insektoide Mitläufer, die ins Licht gehen. Ins Kunstlicht.

Von Menschen ohne Verstand Zauber zu erwarten ist ein hartes Los. Ich trete Euch entgegen — als einer von 5.000, Ihr aber seid irgendwer von Achtmilliarden. Das ist niemals zu vermitteln. Und deshalb habe ich Euch sonst nichts mehr zu sagen.

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6 Responses to “Von Freundschaften, …”

  1. Frau Schmidt sagt:

    Zitat aus Deinem Beitrag ‚In Freundschaft‘ vom 16. Dezember 2011:
    »Freundschaft. Wie oft man sich irrt in seinem Leben. Man irrt sogar sein ganzes Leben. Man irrt sich auch in Menschen, die ganze verschissene Zeit. Sprache reicht wohl nicht aus um Wurzeln, um eine Basis auszubilden. Man redet – mehr oder weniger eloquent – aneinander vorbei.«

    Wir sprachen oft von Schnittmengen bei Menschen, die idealerweise dasein sollten. Oftmals sind sie aber eben nur für einen Teil der Zeit da, in der man miteinander zu tun hat.
    Vielleicht ist es mit den Idealen genauso. Entweder sind sie nur temporär die gemeinsamen Ideale – oder es war von vornherein ein Missverständnis.

    Andererseits: kannst Du es den Leuten verdenken, wenn sie lieber ihren Arsch im Trockenen halten und der Fäulnis preisgeben anstatt auf Deiner Seite zu verbrennen? Leben ist doch in den Augen der meisten hart genug, das muss man sich nicht noch unnötig härter und schwerer machen durch Ideale, Authentizität, eigenen Gedanken und Ansichten und all dem abgehobenen Kram. Grenzt ja an Selbstzerfleischung.

    Ich bin doch immer wieder verblüfft wie blauäugig Du bist ;)

    • Admin sagt:

      Ich bin verblüfft dass Du immer wieder vergißt, dass meine Augen graugrün sind.

      Desweiteren suche ich meinen Umgang durchaus nach Charakterfestigkeit aus. Die Anliegen dieser Zeitgenossen klangen über zwei Dekaden glaubwürdig. Doch dieser Tage trifft man offenbar nur noch auf Blindtexter mit Gesinnung von der Stange, die den notdürftig zusammenkopierten, intellektuellen Überbau bei der erstbesten Gelegenheit gegen die allzeitgültige Zauberformel »was kümmert mich mein dümmliches Geschwätz von gestern« eintauschen und für ihren plötzlichen Zwangsopportunismus auch noch Beifall haben wollen. Der kommt dann auch, natürlich von den anderen Nullköpfen, die sie früher keines Blickes gewürdigt hätten.

      • Frau Schmidt sagt:

        Ich wollte mir nicht anmaßen, Deine Urteilsfähigkeit in Frage zu stellen in Bezug auf Menschen und insbesondere auf Freunde.
        Es war eine sarkastische Betrachtung – die zugegebener Maßen wohl unangebracht ist, weil die Fakten traurig sind.

      • Admin sagt:

        Vom Sarkasmus wieder zum Wesentlichen. Das scheint mir hier zu sein, dass man sich über vermeintliche, illusorische, sogenannte Freundschaften (gern auch Partnerschaften) über sein Alleinsein in der Welt tröstet (/betrügt).

        Die Illusion wird jedoch — wenn man nicht zur totalen Selbstaufgabe neigt oder unheilbar infantil ist — noch in jeder Lebenszeit durch unleugbare Fakten zerstört. Wir werden schließlich unserer Illusionen beraubt. Und enden allein, in Einsamkeit, wenn alle Ideen von Freundschaft und Gemeinsamkeit erloschen sind.

        P.S.: Schön, dass ich am 16.12.2011 schonmal schlauer war. Manchmal muß man das Rad dreimal erfinden, damit es sich im Kopf endlich festsetzt.

        • Frau Schmidt sagt:

          Dem ist dann eigentlich auch nichts hinzuzufügen.
          Wenn man sich über den Zustand des Alleinseins/der Einsamkeit mit Freunden oder Partnern tröstet oder selbst betrügt, was aber eine Illusion ist die an bestimmten Fakten zerbricht und wir letztendlich eben doch das sind was wir eben sind – nämlich allein… dann folgere ich daraus, dass alles andere unwesentlich ist.
          Nur wir selbst sind wesentlich, der eigene Weg und das Ziel, sich selbst zu vervollkommnen.
          Und glückhafte Momente gleicher Schnittmengen und Überlagerungen mit anderen sollten wir dankbar annehmen und genießen.

  2. Frau Schmidt sagt:

    Ich vergaß: anstatt auf der brennenden Seite zu stehen, verbrennen diese Nullgeister eben lieber ihr Spielgeld.

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