[ Freiheit. ]

Die Freiheit, die wir haben,
besteht lediglich darin,
unser Leben auf die eine
oder die andere Art
zu vergeuden.

Der Standpunkt der anderen darf deshalb nicht geringeschätzt werden, da sie — sicherlich nach persönlichsten Gesichtspunkten — die Art der Vergeudung höchstselbst für sich entschieden haben. Selbst wenn wir nur Nichtigkeit, Gedankenlosigkeit und Zerstreuungssucht darin als Beweggrund erkennen. Es muß eine Grundlage dafür geben, dass mindestens zwei Ideen überleben, zwei die mindestens nebeneinander existieren können. Denn vor Gott hat sich bisher keine dieser Ideen beweisen können, und nominal sind alle Ideen bisher, gleichermaßen irrelevant.

Warum nun dieser eingebildete Geist, das Salutieren vor dem Selbstentwurf, warum das entzückte Scharren in den eigenen Exkrementen?
Wo doch das eine, wie das andere, verloren ist. Unbedeutend. Längst vergessen, bevor es geboren war, und keiner sich an irgendwelche, unbedeutende Namen je hat gewöhnen können.

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7 Responses to “[ Freiheit. ]”

  1. antidot sagt:

    Die Sätze eins bis drei habe ich verstanden.
    Ab vier geht es los: welches sind die mindestens zwei Ideen, die überleben oder zumindest nebeneinander existieren können sollten?
    Gibt es die Grundlage noch nicht, und kann deshalb nicht stattfinden?
    Oder warum hat sich vor Gott noch keine dieser Ideen (welche sind das?) beweisen können respektive warum sind alle irrelevant?
    Eingebildete Geister, die vor sich selbst stramm stehen, sehe ich haufenweise – habe ich verstanden.
    Aber was ist das Eine und das Andere, die verloren sind? Bereits tot vor der Geburt…
    Die meisten können sich auch an bedeutende Namen nicht gewöhnen oder geschweige denn erinnern.

    • Chris K. sagt:

      Wie ich sehe hast Du den Text doch genauso verstanden, wie er gemeint ist.
      Zwei Ideen = die eine und die andere. Meine und die des Gegenübers.
      Für das Zusammenleben ist als Grundlage wichtig dass beide Ideen und Sichtweisen respektiert werden, nebeneinander existieren können oder sich dem Wettbewerb zur Ermittlung der besseren Idee stellen.
      Für das eigene Leben, für Entwicklung und Fortschritt ist nur die eine, richtige Idee relevant. Wenn man keine eigene Idee hat, also die des anderen. Wenn man eine eigene hat, umso besser.

      Scheinbar leben wir in einer künstlich erzeugten Zivilisationssimulation: Alle reden durcheinander. Alle haben scheinbar Verständnis für die eine oder andere Sichtweise. Aber es ist nur Gleichgültigkeit. Die Ideen und Gedanken der anderen werden lediglich zum Schein erwogen.
      In Anbetracht dessen, dass wir ohnehin irrelevant sind, und zwar als gesamte Menschheit, braucht man sich darüber im Grunde nicht aufzuregen. Aber an manchen Tagen ist es einfach schwierig, so ein Menschenleben ungenutzt herumzubringen und einfach alle Ideen nicht zu realisieren, da sich ohnehin niemand dafür interessiert.

  2. Chris K. sagt:

    Text edited. Pic deleted.

  3. Frau Schmidt sagt:

    Ich finde es schade, dass das Bild weg ist. Es war sehr passend – wirkte wie unser aller Käfig oder Gefängnis, teils vorgefunden, teils selbst erbaut.

  4. Frau Schmidt sagt:

    Die helfen eh nie – egal von wo und wie sie auf einen einhageln!

  5. lestur_vrata sagt:

    lestur_vrata…

    […][ Freiheit. ] Freedom bracketed. | subvers[…]…

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