Wider dem Vergessen

Mein Vater hat Demenz. Das wurde vor drei Jahren festgestellt und in diesem Jahr nun ist die Krankheit deutlich vorangeschritten.

Er ist ein lieber, ruhiger Kranker und gerät nur ab und zu außer sich und wird gnatzig wie ein kleines Kind, wenn jemand mit Ungeduld oder Unachtsamkeit etwas von ihm will. Auch zu schnelle, hastige, ruppige Bewegungen irritieren ihn und er zuckt erschrocken zusammen, schaut ängstlich und wirr umher. Dazu muss gesagt werden, dass er fast blind ist und schlecht hört – also in seiner Wahrnehmung dreifach beeinträchtigt ist.

Seine Frau, mit der er nun fast vierzig Jahre verheiratet ist, die nicht meine Mutter ist – also jene Frau, wo man meint, dass sie ihn kennen müsste, scheint das aber nicht zu begreifen was bei ihm abläuft. Sie kommt hastig und ungeduldig daher wie eh und je, grabscht ihn an den Schultern und schüttelt ihn – was eine Umarmung sein soll – patscht ihm auf den Kopf und wuschelt in den Haaren rum – was wohl ein Streicheln sein soll. Es tut dem Betrachter weh, auch wenn sie es wohl gut meint. Wie so oft die Dinge weh tun, die von anderen gut gemeint sind.

Für seine Frau zählt anscheinend auch nicht, was von ihm als Mensch noch übrig geblieben ist, sondern sie beklagt nur was scheinbar verloren ist und wie schwer und hart es für sie ist. Das ist es mit Sicherheit, denn sie hat selbst etliche körperliche Gebrechen verbunden mit vielen Schmerzen.

Ich schaute alte Familienfotos an. Fotos von der Familie, die ich mit meinem Vater und meiner Mutter und meinem Bruder hatte bis ich siebzehn war. Fotos meiner Kindheit und der Kindheit und Jugend meiner Eltern. Erinnerungen kamen hoch — eigene erlebte und das, was ich vom Erzählen der Erwachsenen behalten hatte.

Aber es ist nur ein Puzzle mit großen Lücken. Und diese Lücken kann keiner mehr füllen. Meine Mutter nicht weil sie tot ist, mein Vater nicht weil er sich nicht mehr erinnert, weil er nicht mehr spricht.

Dafür erzählt mir seine Frau Dinge, die ich noch nicht kannte oder so noch nicht kannte. Und sie erzählt sie natürlich aus ihrer Sicht. Dinge, die sie mit ihm erlebte und die dann Person X in der Familie so nicht wissen darf, weil sonst für Person X das aufgebaute Bild über meinen Vater (respektive den Opa, Onkel, what ever…) zusammenbricht. Mich beschleicht ein komisches Gefühl, als wenn sie mir sagen will: „Eigentlich hat er es ja nicht so verdient, also die Krankheit sowieso nicht weil man die als guter Mensch niemandem wünscht, aber die fürsorgliche Pflege und wie ich mich für ihn abrackere und wie ihn alle lieb haben – das hat er eben auch nicht verdient…“

Und ich begreife einmal mehr wie sogenanntes heiles Familienleben voller Lug und Trug ist, wie einer den anderen hintergeht, jeder um seinen Vorteil bedacht ist und vor allem um den guten Ruf, der ohnehin nur hohl aus dem Hinterhalt zurück echot. Ein Trauerspiel auf ganzer Linie.

Ich bemühe mich derweil ein Puzzle zusammen zu fügen, Bruchstücke zu erhalten und in meiner Erinnerung zu bewahren – und beschließe, meinen Vater so in Erinnerung zu behalten, wie ich ihn in meiner Kindheit, meinem Leben und dem vergangenen Wochenende erlebt habe.

 

83 reads
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (1 votes, average: 5,00 out of 5)
Loading...

Tags: , , , , ,

12 Responses to “Wider dem Vergessen”

  1. Chris K. sagt:

    Es ist mehr oder minder dasselbe was ich von Frauen kenne, von Müttern und Partnerinnen, die von sich selbst verlangen ein gutes Bild abzugeben, aber mit ihren Handlungen nur ein Alibi erzeugen. Solche Posen können kaum davon ablenken, dass sie sich wie die letzten Menschen aufführen, dass sie nur ungenügend sozialisiert sind da sie ihr eigen Fleisch und Blut, oder ihren Partner, dem sie ewige Treue geschworen haben für ihre eigene Selbstdarstellung mißbrauchen und damit verraten.

    Selbstverständlich wird sich nur zum Schein gekümmert: Alle Besorgnis, alle Gefühle sind gespielt, und genau darum ist es so widerwärtig. In seiner Grobheit und Berechnung keine Grenzen mehr zu kennen, nicht die Übergriffe und Bevormundung mehr zu sehen, wie sie für alle übrigen Anwesenden weithin zu sehen ist.

    All‘ das kommt mir sehr bekannt vor. Offenbar wird man zur Menschlichkeit, Freundlichkeit und Fürsorge nicht erzogen, und ganz offenbar haben nur die allerwenigsten dafür ein Gespür. Stattdessen scheint das Gespür für den schönen Schein, für plakative Posen und Selbstvermarktung – mit Superlativen oder ersatzweisen Opferposen gespickt -, dagegen sehr ausgeprägt zu sein.

    Je mehr ich von der Welt und meinen Mitmenschen erfahre, desto mehr widert mich alles an. Insbesondere die Verlogenheit und die Rücksichtslosigkeit mit der nahestehende Mitmenschen für eigene Zwecke benutzt und vereinnahmt werden. Das spottet jeder Beschreibung. Man kann nur jedem, den man mag wünschen, dass er in Alter und Krankheit nicht in die Fänge sogenannter Angehöriger oder Verwandter gerät und diesen auch noch ausgesetzt ist, sondern lieber gleich Fremden, weil die – wie ich selbst erfahren habe – manchmal freundlicher, respektvoller und vor allem menschlicher sind, und die Situation nicht nur nützen um sich selbst zu bemitleiden oder alte Rechnungen von vor dreißig Jahren zu begleichen. Oder sich mit heuchlerischen Scheinattributen in den Vordergrund zu drängen.

    Wenn Dein Vater schlau ist, wird er sich in ihrer Abwesenheit sich einen schönen, friedvollen Abgang verschaffen. Wenn es ihm nicht vergönnt ist werden sich die Vorhänge seiner Wahrnehmung so dicht zugezogen haben, dass der die Vereinnahmung und die Verbrechen gegen seine Menschlichkeit und Menschenwürde nicht mehr wahrnehmen muß.

    Traurig zu sehen, wie der Mensch vergeht. Unfaßbar, wie mancher alle Behutsamkeit, allen Respekt in dieser Situation verliert.

  2. Admin sagt:

    Dieser Blog und auch meine Filmdokumentationen, helfen mir mich meiner eigenen Existenz zu versichern. Mir ist lange aufgefallen, dass viel zu viel dem Vergessen preisgegeben wird. Ich bin kurz davor zu glauben, dass unser Vergessen Staatsräson ist. Ich bin schon in einer Familie aufgewachsen in der das Vergessen großgeschrieben, wenn es nicht sogar gleich totgeschwiegen wurde – also alles, was man je besser vergessen sollte. Es war damit über Generationen schon mühevoll genug, die Erzeuger in der richtigen Reihenfolge aufzusagen. Und die Propagandatexte zur betreffenden Zeit und Person auswendig zu können.

    Mir waren – offenbar als einzigem – Erinnerungen heilig. Habe mich gefreut daran. Mein Aufwachsen, erste Erinnerungen daran, habe ich über die Jahre durchaus romantisch verklärt, obwohl es durch vorgenannte Einflußnahmen selbstverständlich entstellt und benutzt wurde – wie ich auch mein späteres Dasein romantisch verklärt habe. Sogar mein Überleben dieser Zustände ließ sich für mich noch erlebenswert darstellen. Vielleicht nicht mystisch, aber immerhin romantisch. Also überlebenswert, als andere Nahestehende dem Zauber des Lebens schon freiwillig entsagt hatten.

    Anfang des Jahres, eigentlich schon seit zwei Jahren, standen einige Dinge zur Neubewertung an – nachdem die Archive wegen Tod und Verjährung plötzlich und unerwartet geöffnet wurden. Ich fühlte mich selbst dem Vergessen preisgegeben, obschon ich noch lebe. Wurde einfach in wichtigen Dingen nicht befragt und übergangen, weil es mein Stand – als Straßenköter – nicht hergibt befragt zu werden. Mein Verlust ist hingegen grenzenlos. Dinge, an die ich mich über Jahre gewöhnt, als Pfeiler anerkannt, durchaus sogar geliebt habe, obwohl ich kaum Anlaß dazu hatte, einfach loszulassen – als wenn sie nicht geschehen wären, als wenn die Protagonisten nie geboren wären, als wenn sie mir ihr Unrecht nie angetan hätten. Weil nichts in der Welt mehr davon zeugt. Nichts außer meinem Mal, dem Einschlag in meinem Hirn. Noch aus Zeiten meiner Schwerelosigkeit. Naja. Noch, als ich nichtmal einen vagen Begriff von Schwere hatte.

    Was ist dann noch da, außer einer Illusion, außer romantischer Geschichten von der Welt? Außer einer geträumten Geste? Mir scheint, ich stehe momentan an der Grenze meines alten Lebens zur unerbittlichen Wirklichkeit. Da stand ich schon mehrmals und immer fegte mich die Wirklichkeit ein paar Schritte zurück. Nicht in mein altes Leben, sondern in ein neues. Dorthin, wo ich nur unbedeutend bin und dorthin wo selbst meine Erinnerungen mir nur unbedeutend und unnütz vorkommen. Gleich so, als wenn mein ganzes Leben unbedeutend wäre. Was es ist. Und ich weiß es jeden Tag, der mir entgegenleuchtet. Die Sonne verhöhnt alles was ich je wollte, doch ich bin dankbar sie zu sehen. Nur für den Augenblick, bis ich mich an etwas entsinne, dass ich nicht vergessen kann. Das größer ist als alle Sonnen, die man sich denken kann: Mein Leben und alle wichtigen Gestalten, die mir begegnet sind, die allesamt Gesichter hatten und manchmal große Persönlichkeit. Wenn sie sich dazu getrauten.

  3. antidot sagt:

    Es ist erstaunlich, welche Flut an Gedanken und Gefühlen das Thema V E R G E S S E N herauf beschwört.

    Ich ertappe mich immer wieder dabei, wie ich die romantischen Erinnerungen meiner Kindheit nicht vergessen will, wie ich an ihnen hänge, ja in gewisserweise sie festhalte, in der stillen und verzehrenden Hoffnung, dass irgendwo da hinten doch das gute, heile Leben ist. Es ist nur verschüttet, es ist nur zurückgeblieben, ich bin nur zu schnell vorgeprescht…
    Und es gibt auch viele Phasen in meinem Leben, die ich am liebsten vergessen will. Weil die Erinnerungen daran immer noch schmerzen. Weil es noch nicht verarbeitet ist. Damit meine ich nicht den Schmerz des Verlustes – der wird nie vergehen und das Verlorene soll auch nicht vergessen sein. Sondern der Schmerz durch Verletzungen, Demütigungen und Erniedrigungen. Wo auch eine Mischung an Schuldgefühlen mitschwingt, weil ich denke, ich war nicht stark genug sie abzuschmettern.

    Was mich an Familienleben und Verwandschaften so irritiert ist, dass da so viele dunkle Geheimnisse mitschwingen. Als wenn alle eine Leiche im Keller vergraben haben… Und mich beschleicht dann manches Mal die Angst, was ich wohl verdrängt und vergessen habe, was wohl wirklich abgelaufen ist als ich sehr klein war. Ich will es ehrlich gesagt nicht unbedingt wissen – es sei denn es trägt zur Auflösung bei.

  4. admin sagt:

    Ich fürchte, das dunkle Geheimnis sogenannter Familien ist, wegen Abweichlern aus Eigenzüchtung, durch Alkoholiker, Linke, Künstler, schwarze Schafe dem common sense nicht genügen zu können – dadurch einen Makel, ein Schandmal zu tragen, was schlußendlich den Aufschluß zu anderen Familiendynastien verhindert, denen man huldigt und bedingungslos nacheifert. Auch wenn deren Familieninsassen allesamt drogen- oder spielsüchtig sind, paranoid oder schizophren. Völlig egal, der Individualzustand der Einzelnen zählt nichts wenn für die Rotte weithin gesorgt ist. Zusammengefaßt: So ein Gedankenbild ist animalisch. Erhält nur die Rotte, wo niemand sonst, kein Gesicht und kein Geist erwünscht ist.

  5. antidot sagt:

    Was Du sagst ist zweifelsfrei korrekt, aber ich denke es ist nur die eine Seite der Medaille. Ich meinte die andere. Jene Dinge, die keiner wissen soll, die verschwiegen werden, weil sie mit psychischer und/oder physischer Gewalt zu tun haben.
    Woher soll ich es wissen, wenn jeder in der Familie schon wegen harmlosester Sachen eine Scheinwahrheit aufgebaut hat!? Wo ich so manches erst Jahrzehnte später erfahre, meist nicht von der eigentlich zuständigen Person, sondern aus dritter Hand – wo ich sicher sein kann, daß es verzerrt dargestellt ist – und wo ich mich frage, was eigentlich das Problem und der Grund war, es jahrelang zu verschweigen oder anders zu schildern!? Wo meine Erinnerungen Lücken aufweisen und ich nicht weiß, ob es vielleicht triftige Gründe gibt, warum ich mich tief drinnen nicht erinnern will…

    Mich würde es nicht wundern, wenn sich ein Familiendrama auftun würde, wo dann hinterher jeder völlig erschüttert behauptet, daß er das nie für möglich gehalten hätte von X, Y oder Z. Für mich war immer alles möglich, sowohl in die eine als auch in die andere Richtung, alles denkbar auf andere und auf mich bezogen. Ich fand es nie ein Drama zu erfahren, wenn jemand trinkt, schwul, lesbisch oder sonst was ist. Dramatisch ist die Geheimhaltung, das Deckmäntelchen, die Scheinwirklichkeit und das Stillschweigen. Und das eigentliche Drama in zwischenmenschlichen Beziehungen ist nicht das anders sein, sondern die physische und/oder psychische Qual, die Unterdrückung, Knebelung, Verletzung, Erniedrigung – die den einen so klein als möglich machen soll, damit der andere sich groß, stark, wichtig fühlen kann.

  6. Chris K. sagt:

    Erziehungsbedingte Vergeßlichkeit.

    Es geht um die Stiefmutter. Man sieht die Welt mit eigenen Augen. Unser Sehen und unsere Vorstellungen sind erlernt. Siehe auch: http://www.subvers.de/?p=1532 und http://video.google.com/videoplay?docid=-5074210522959763671
    Damit sehen wir nur noch das was wir sehen können, was unserem Spektrum entspricht, nur die Dinge die wir auch rezipieren können. Alles sonst perlt an uns ab, verfängt sich allenfalls in der Höflichkeit unserer „guten“ Erziehung.

    Insofern haben alle, wenigstens die meisten Protagonisten das Überraschungsmoment auf ihrer Seite, wenn plötzlich vorhersehbarste Dinge passieren, die allervorhersehbarsten.

    Sie sind eintönig, ohne Irritationen und ohne frischen Wind aufgewachsen, sich von sich selbst aus auch niemals dafür interessierten. Denn nur den Mief zu inhalieren brachte Zückerchen und Schulterklopfer, den Streichler übers Haupt. Alles übrige wahrzunehmen war geheim, oder von vornherein verboten, subversiv und brachte Sprüche ein wie: „Du wirst noch in der Gosse landen“ oder das Original: „Wenn Du Dir die Haare färbst mußt Du draußen schlafen“.

    In also 20 Jahren bildet sich ein Gehirn aus, die Prägungen danach sind kaum wesentlich. Früher wurde man mit 21 Jahren volljährig. Das sagt alles. Kein Wunder also, dass alle Welt an Allgemeinplätzen klebt. Das selbstbestimmte Leben beginnt also erst wenn die Entwicklung bereits abgeschlossen hat. Von daher darf man sich nicht wundern warum die Menschen so sind wie sie sind, und warum die Welt so aussieht wie sie leider aussieht.

    Und warum man sich als anderer, selbstbestimmter Mensch sein Leben lang den Mund fusselig redet und es doch zu nichts führt. Weil man niemals auf seinesgleichen trifft.

    Noch zwei Aussagen: Für uns Andersdenkende ist schwul, lesbisch oder sonstwas gar kein Kriterium. Für das gemeine, durchkonditionierte Kantholz ist das ein veritabler Grund die Familie auszulöschen und auch selbst aus dem Leben zu scheiden.

    Allgemeine Verlogenheit und Selbstleugnung ist die Grundbedingung einer lauffähigen, strahlkräftigen Familiensaga. Kellerleichen bleiben eingemauert und haben keine Sprechzeit. Spontan fallen mir dazu Klitorisbeschneidungen in Äthiopien und Benin ein, die unbeschreiblicherweise auch noch von Frauen (sic!!!) durchgeführt werden.

    Wir in Europa sind selbstverständlich nicht rückständig, sondern haben eine ähnliche Art der Persönlichkeitsbeschneidung kultiviert.

    Das sind also die Leute die uns begegnen, in die wir uns verrennen und verlieben wollen, die leider nicht die Voraussetzung für nur irgendwas haben.

    Noch ein Gedanke: Warum uns unsere Kindheit so außerordentlich erscheint – wir sind ausgenommen von Entscheidungen und Problemen der Gralshüter, die sich in unseren Familien verdient gemacht haben und dafür ihre Werte verkörpern und auf immer in uns installieren, weil kein Widerspruch geduldet wird. Wir rezipieren das und aus uns wird nur das was die Altvorderen sich ausgedacht haben, oder irgendein Urvater oder eine Urmutter, die wie genau wie ich selbst nachgedacht hat.

    Btw. Northern Korea these days: »Gesellschaftlicher Aufstieg ist so gut wie unmöglich ohne zunächst Mitglied bei der PdAK geworden zu sein. Sogar das Erziehungssystem ist darauf ausgelegt, eine Elite von Parteimitgliedern auszubilden. Wenn die staatliche Erziehung beginnt, müssen nordkoreanische Bürger dem „Korea-Jugendcorps“ beitreten (Mitgliedschaft vom 7. bis zum 13. Lebensjahr) und anschließend dem „Jugendbund“ (Mitgliedschaft vom 14. bis zum 30. Lebensjahr) …« Quelle: http://world.kbs.co.kr/german/event/nkorea_nuclear/general_03c.htm

    Ich freue mich auf Eure vielschichtigen Persönlichkeiten und vor allem über Eure Geschichten, wie es dazu kommen konnte, sicher habt ihr großen Verrat an Euren Familien begangen, großen Kummer über sie gebracht. Ihr seid zugleich die Scheiße der Welt und auch die einzige Hoffnung.

  7. Chris K. sagt:

    Noch eine Vergesslichkeit meinerseits. Das Sterben, das Zurücklassen, das Beerdigenmüssen von Angehörigen ist ein Makel. Damit wird klar und offensichtlich: Unser Clan ist nicht unsterblich.

    Was Du denkst oder ich denke ist unerheblich – das können wir schon an den Klicks ablesen. Wenn wir nur dreimillionen Euro an Google überweisen hätten wir sicherlich drei Klicks mehr.

  8. Frau Schmidt sagt:

    Amen.

    Und? Schlußfolgern wir daraus, daß wir nicht mehr denken brauchen? Wohl kaum. Und da eh kaum Publikum vorhanden ist, ist es noch nicht mal öffentlich – sonst hätte ich gesagt, wir tun’s nur noch heimlich…

    Was sich mir nicht erschließt: wieso sind die Nordkoreaner neben Scheiße auch die einzige Hoffnung?

  9. Chris K. sagt:

    Nordkorea ist nur ein Beispiel für Konditionierung. Nordkorea hat sich vergangen am eigenen Volk – ist natürlich und gleich dreimal kein Maßstab und keine Hoffnung für irgendwas. Um im Bild zu bleiben: Eine vergessene Nation.
    Die einzige Hoffnung sind wir, durch unser Gedankenbild. Durch unsere Vorstellung von der Welt. Wir beide müssen das Feuer weitertragen und alle, die wir treffen auf das Feuer und Verbrennungen davon gefaßt machen.

    Persönlich würde ich empfehlen noch dreimal mehr zu denken, einfach um sicher zu sein.

    Darum bitt‘ ich nur.

  10. Lynda sagt:

    Oh yeah, fabulous stuff there you!

  11. Fabio sagt:

    Ich bin gerade eben zufaellig auf die Seite gekommen. Gefaellt mir bis jetzt sehr.

  12. Christiane sagt:

    Awesome! Its truly amazing piece of writing, I have got much clear idea concerning from this paragraph.

Leave a Reply

QR Code Business Card