Sternenfaszination

Gestern sah ich eine Dokumentation über unsere Milchstraße.
Faszinierend!

Sowohl die vom Weltraumteleskop Hubble aufgenommen Bilder als auch die Computersimulationen. Dazu jede Menge an Informationen, die zwar gut erklärt waren, aber für mich mit meinem physikalischen Unverständnis dennoch schwer zu begreifen. 
Alles ist gigantisch. Unsere Milchstraße hat 200 bis 400 Milliarden Sterne! Und es gibt Millionen oder Milliarden solcher Galaxien.

Die Entfernung von unserer Erdposition zum endgegengesetzten Ende der Milchstraße beträgt etliche Millionen Kilometer – oder waren es Billionen? Jedenfalls 100.000 Lichtjahre…
Das ist unvorstellbar, aber wunderschön anzusehen: diese farbigen Gaswolken mit unzähligen, hellfunkelnden Sternen.

Alles spielt sich seit Millionen von Jahren in Dimensionen ab, die einfach nicht greifbar sind. Dagegen erscheint unser Menschenleben mit seinen durchschnittlich 80 Jahren, mit all seinen Problemen und Fragen nach dem Sinn des Daseins, so winzig und unbedeutend.

Hochinteressant für mich: Hubble sieht alles, hält alles in Bildern fest. Also muss Hubble doch die Wahrheit kennen. Und eine Wahrheit soll sein: eine sogenannte Schwarze Materie hält alles zusammen! Ein unsichtbares Etwas mit enormen Ausmaßen und enormer Kraft. Würde es diese Schwarze Materie nicht geben, würde alles in sich zusammenfallen – so zumindest habe ich es verstanden. Obwohl ich es dennoch nicht verstehe, weil ich denke: es schwebt doch alles, wieso sollte es dann in sich zusammenfallen? Aber so ist es eben nicht. Die Gravitation spielt auch im schwerelosen Raum eine enorme Rolle. Alles hängt davon ab.

Nun können die Astronomen ja viel erzählen, weil man diese Schwarze Materie nicht sehen kann, selbst Hubble nicht…
Erinnert mich irgendwie an Gott, den man auch nicht sehen kann, der aber die allumfassende Macht haben soll, alles lenkt und zusammenhält. So wie die Schwarze Materie.

Viel wichtiger aber ist das Licht, die Leuchtkraft der Sonnen, die wir als Sterne wahrnehmen. Und da sind die hellsten, blauschimmernden diejenigen, die am meisten Energie abgeben und am schnellsten (nach nur ein paar Millionen Jahren…) mit einem großen Knall, einer Supernova, verglühen. Die roten sind die, die sparsam mit ihrer Energie umgehen und lange leuchten, dann langsam vergehen.
Welche bleiben im Gedächtnis…?

http://videos.arte.tv/de/videos/galaxis_milchstrasse-4066640.html

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No Responses to “Sternenfaszination”

  1. admin sagt:

    Neben meiner Arbeit war ich gesten im Gegenkanal unterwegs, sah mir mit halbem Auge eine zweiteilige Dokumentation über die Erdgeschichte an, die dann so interessant wurde, dass ich den Rechnerplatz wechseln mußte, um beidäugig dabeisein zu können:

    http://www.phoenix.de/content/phoenix/die_sendungen/dokumentationen/reisen_durch_die_zeit_%281_2%29/69379?

    Im zweiten Teil ging es dann auch um die Zeit – genauer um die Geschichte des Lebens, Lebenszeit, Lebenszyklen und eben auch um Bewegung und Veränderung – alles in Bewegung. Offenbar muß auch alles in Bewegung bleiben um sich an die Veränderungen anzupassen. Es wurden auch einige Anpassungen gezeigt, dass sich Lebewesen in über tausenden von Jahren spezialisieren, auf ihren Lebensraum und ihr Nahrungsangebot.
    Besonders absurd scheint das Leben der Zikaden zu sein, die 17 Jahre unter der Erde als Larve leben, nur um dann zur Erdoberfläche zu krabbeln, sich zu verpuppen, zu schlüpfen und drei Wochen Lebenszeit haben den neuen Nachwuchs auf den Weg zu bringen, der dann in siebzehn Jahren wiederkommt.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Zikaden

    Selbstverständlich in schönen Bildern gefilmt, mit anschaulichen Zeitrafferaufnahmen. Alles in allem gibt es sehr viel zu entdecken in dieser Welt, sogar im ganzen Weltall.

    Was wir oft genug vergessen, dass es auch bei unseren Freunden, bei unseren Lebens- und Liebespartnern, in unseren Familien, selbst bei unseren Nachbarn spannende Dinge, aufwühlende oder romantische Geschichten zu entdecken gibt. Sicherlich nicht aufregend gefilmt und kaum didaktisch aufbereitet. Ist das am Ende der Grund dass uns die Faszination fehlt, die Geduld sogar für das Ganze abhandenkommt? Also für alles? Das Leben der anderen, des eigenen, aller sonstigen Lebewesen und des ganzen Kosmos?

    Ich will es nicht auf etwas herunterbrechen was nicht stimmt, aber irgendwie liegt mir auf der Zunge:
    Toller Film – scheiß Leben.

  2. antidot sagt:

    Kann ja so nicht hinhauen.

    Ohne das Leben würde es keine Filme geben.
    Und es gibt nun mal tolles Leben, sprich interessantes, und tolle Filme. Oder eben Scheißleben und Scheißfilme.

    Auch tolle Filme können einen tierisch langweilen – egal wieviel Aufwand betrieben wird mit Zoom, Zeitraffer und dergleichen. Ebenso bei Menschen, die einen Haufen Aufwand betreiben um gut anzukommen.
    Liegt ja letztendlich am Inhalt, ob es einen fesselt oder nicht.
    Vielleicht auch an der Tagesverfassung…

    Mal erlebt man die totale Faszination und dann wieder tödliche Dosis.
    Liegt es an den anderen oder an einem selbst?
    Wohl immer eine Frage des Blickwinkels.

    Und eine Frage dessen, was an Resonanz zurückkommt.
    Ob das Licht einfach verschluckt wird und nur noch müdes Dunkel einen anstarrt.
    Oder hell und schön zurückgeworfen wird.

  3. Timm sagt:

    Beachtenswerter Blogpost.Habe ein paar frische Gedankenanstoesse gekriegt. Freue mich schon auf neue Posts.

  4. core sagt:

    Thank you for sharing this amazing post with us. Its nice to determine people consider time to post high quality content for its readers. There’s a lot of fantastic posts on this web site and I will be back for much more. :)

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