Posts Tagged ‘Einsamkeit’

Quote of the day

Montag, Mai 7th, 2018

»Laß dich von keiner Zuneigung gefangennehmen. Hüte deine Einsamkeit. An dem Tage [wenn er je eintritt], wo dir eine wahrhafte Zuneigung zuteil würde, gäbe es auch keinen Widerstreit mehr zwischen der inneren Einsamkeit und der Freundschaft, im Gegenteil. Ja eben an diesem untrüglichen Zeichen wirst du sie erkennen. Jede andere Zuneigung muß streng in Zucht gehalten werden.«
 

aus »Schwerkraft und Gnade«
Kösel Verlag, München, 1954

Simone Weil
*3. Februar 1909 in Paris — †24. August 1943 in Ashford

Taucherglocke

Samstag, Mai 25th, 2013

… ohne Schmetterling.

Seit Tagen fühle ich mich wie in einer Taucherglocke. Nehme mit Unverständnis alles um mich herum wahr und weiß oftmals nicht, ob das da draußen real ist oder nicht, ob ich real bin oder nicht. Was ich aber sehr deutlich spüre ist, daß kaum noch Luft zum Atmen da ist …

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Einsamkeit

Sonntag, April 15th, 2012

Während eines Telefonats mit Herrn K. vor einigen Tagen sprachen wir über den Film »Requiem for a dream«, den ich mir kürzlich erst vollständig ansah. Beim ersten Mal war er mir zu heftig, ich mußte abbrechen, denn es geht an die Substanz. Doch an dem Abend als ich den Film komplett ansah, war es perfekt: Ich fühlte mich einsam und mir war bewußt, daß dieser Film mein Gefühl nicht zukleistern oder übertünchen würde. Was er auch nicht tat und dafür bin ich ihm dankbar.

Die Bilder, die Geschichten, bewegten mich sehr und ich heulte Rotz und Wasser. Als Quintessenz kam für mich die unendliche Einsamkeit der Menschen, des Menschseins, rüber. Für kurze Augenblicke kann jemand diese Einsamkeit überwinden, wenn er einen Traum hat und diesen mit anderen teilen kann. Aber in der Filmgeschichte werden, wie im Leben, Träume begraben und übrig bleiben lebende Tote, deren Einsamkeit einem beim Zusehen durch Mark und Bein geht.

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Zeitschlaufe

Donnerstag, März 8th, 2012

Beim Durchsehen alten Schreibkrams fielen mir heute ein paar handgeschriebene Seiten in die Hand, von denen ich nicht mal mehr wußte, daß sie noch existieren. Auch den Inhalt hatte ich nicht mehr auf dem Schirm. Es ist so lange her…

Das überraschende daran ist, daß ich in diesem Text von 1972 über Dinge fabuliere, die mich vierzig Jahre später immer noch beschäftigen: Dunkelheit, Licht, Leere, Wahrheit, Realität vs. Irrationalität, Nähe, Mitmenschen, Freunde, Zeit…

Obwohl es kein besonders prosaischer Text ist, möchte ich ihn als Zeitdokument hier dennoch festhalten.

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