Gedankenverbrechen und Trockenobst.

Zeit für eine Zwischenbilanz.

Viel zu viele Gespräche um nichts. Hier wird nicht geredet; hier wird nicht gedacht. Sobald eine Etappe an Gedankenverbrechen erreicht ist, wird kapituliert. Der gemeine Gedankenverbrecher geht zurück ins Glied. Traut dem Gedankenverbrechen nicht. Geht zurück auf Nichts, auf Unverstand, auf Trockenobst. Trockenobst ist sicherer als irgendein authentischer Standpunkt, als Selbstreflektion, als alles, was man denken kann. Untergehen mit dem Trockenobst: das ist das Versprechen.

Hier wird nicht gedacht. Jedenfalls nicht weiter. Hier denkt nichts. Hier gilt der Allgemeinplatz, mit dem man sich beim Nachbarn nicht blamiert. Den man einwandfrei sagen kann. Heuchelei gibt es nicht. Wir sind doch vorn. Im irgendwo. Woimmer das ist.

Gedachte Existenzen. In der Heuchlei. Im irgendwo.

pixelstats trackingpixel 66 reads
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (3 votes, average: 5,00 out of 5)
Loading...

Tags: , , , , , , , , , , , ,

One Response to “Gedankenverbrechen und Trockenobst.”

  1. Frau Schmidt sagt:

    Trockenobst erinnert mich an meine Kindheit … wurde gerne zu Hefeklößen gereicht. Also zu Aufgeblasenem. Dazu das von der Industrie in Schwefel erstickte Trockenobst, das trotz stundenlangem Einweichen und Kochen sicherlich noch genügend Restgift in sich barg.
    Eine passende Vorstellung in Bezug auf Gedanken, Gedankenverbrechen, Gehirn … Denn zum Denken braucht das Gehirn seine Flüssigkeit – das Trockenobst Einweichwasser, um ein Kompott draus zu machen. Aber in beiden Fällen wird dann ein Einheitsbrei draus, angereichert mit der staatlich erlaubten Höchstgrenze an Giftmüll.

Leave a Reply

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.

QR Code Business Card