Report eines Selbsttests

Einer Anregung folgend startete ich am letzten Samstag einen Selbsttest: jeden Morgen auf nüchternem Magen einen Schnaps trinken. Soll Leib und Seele zusammenhalten …

In Ermangelung eines Schnapsglases griff ich zum großen Eßlöffel und statt Doppelkorn zum vorhandenen Wodka.

Die homöopathische Dosis machte zugegebener Weise nicht blau, aber trieb so früh am Morgen und ohne Grundlage doch die Nervenenden dazu, reichlich zu pulsieren. Das war am Wochenende recht spaßig und was konnte mir schon passieren außer gradwegs wieder ins Bett zu fallen, da nichts von Wichtigkeit anstand.

Am Montag war ich auch noch mutig mit dem Selbsttest. Doch dann wurde es mir zu riskant und ich hatte Sorge, in Abhängigkeit zu geraten. Meine Unabhängigkeit von Kerlen lebe ich erst seit einigen Monaten – dies aber mit Freude – und darum wollte ich mich dem russischen Freund nicht an den Hals werfen. Auch wenn er es nur gut mit mir meinte.

Im übrigen stellte ich fest, daß solch homöopathischen Verabreichungen nicht meine Sache sind. Darf gerne Natur pur sein – aber die richtige Menge soll‘s dann auch sein. Darum wurden heute Fakten geschaffen und der restliche Flascheninhalt musste dran glauben.

Wegen vorzeitigem Abbruch des Selbsttests vermag ich nicht zu sagen, ob es tatsächlich Leib und Seele auf Dauer gut tun würde. Was ich definitiv sagen kann ist, daß größere als homöopathische Mengen auf die Seele schlagen und mit anhaltendem Verzehr sicherlich auch auf den Magen.

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