Quote of the day

„Das Glück ist ein schwierig Ding.
In uns finden wir es nur sehr schwer
und gar nicht außer uns.“

»Le bonheur nʼest pas chose aisée:
il est très difficile de le trouver en nous,
et impossible de le trouver ailleurs.«

Nicolas Chamfort
(Sébastien-Roch Nicolas de Chamfort)
*06.04.1741 Clermond, Auvergne — †13.04.1794 Paris

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4 Responses to “Quote of the day”

  1. Frau Schmidt sagt:

    Wenn ich mir die Worte im französischen Originaltext richtig betrachte, dann leitet sich das Wort „bonheur“ von bonne heure = gute Stunde ab. Das macht sehr deutlich, was ich vor einiger Zeit in meinem Beitrag Glück schrieb: daß das Glück nicht von Dauer ist und wie die Zeit eine flüchtige Angelegenheit ist. Man kann Glück ebensowenig fassen und schon gar nicht festhalten oder konservieren wie die Zeit. Es liegt im eigenen Ermessen wie wir es wahrnehmen. Es liegt in uns und an uns. Auch wenn es schwer zu finden ist, so doch möglich. Persönlich denke ich, daß es auf die Wachsamkeit und den Fokus ankommt. Im deutschen spricht man auch von ‚Gunst der Stunde‘ — diese gilt es zu erkennen. Meines Erachtens liegt es an uns zu erkennen und wahrzunehmen, was uns glücklich macht, es zuzulassen. Vorstellungen und Fantasien über Glück bringen uns nicht dahin.

    Es ist nicht draußen, außerhalb zu finden. Was Nicolas Chamfort damit genau meint kann ich nur ahnen. Für mich ist es so, daß ich durch äußere Einflüsse sehr wohl zu glückhaften Momenten und Empfindungen komme, die oft durch Kleinigkeiten ausgelöst werden, wie im alten Beitrag zu lesen.

    Interessant ist für mich, daß das Wort „aisée“ soviel wie Redefertigkeit bedeutet. Wortwörtlich übersetzt würde es bedeuten, daß das Glück keine Sache der Redefertigkeit ist, es sich sehr schwierig in uns finden läßt …
    Mit anderen Worten: wir können es nicht herbeireden.
    Und wenn es sich mal für kurze Zeit in unserem Leben einstellt, dann sollten wir es nicht zerreden – das wäre eigentlich eine logische Konsequenz.

  2. Chris K. sagt:

    Für mich war es gestern lediglich ein Puzzleteil, das mir unerwartet zufiel und bezogen auf die letzten Ereignisse/Erlebnisse, durchaus auch auf die Kommentare und näheren Zusammenhänge des letzten Blogbeitrags – auch wenn diese schon wieder deutlich zurückliegen, komplettierte dieser Gedanke für mich ein Bild, eine Annahme von der Wirklichkeit.

    Ich habe es hernach nicht zerredet, dennoch aber für mich besprochen und festgehalten, daß ich in der Außenwelt nicht suchen muß. Ich hatte es bereits im Innenverkehr – eben mit einem echten Spezialisten – schon aufgeklärt, bereits gefunden. Nämlich das kleine Glück der Selbstvergewisserung, richtig zu liegen (im Sinne von Recht zu haben) und richtig zu sein (im Sinne von Wahrhaftigkeit).

    Ohne jemand damit Herabwürdigen zu wollen, obwohl ich es hernach wortreich getan habe. Die einzige Möglichkeit scheint zu sein, sich mit Menschen zu umgeben die im Positiven zur Gesamterträglichkeit des Augenblicks, wenn nicht sogar zum kleinen Glück beitragen können.

    Ich teile also Deine Auffassung, daß es auch durch andere oder mit anderen Menschen zu erreichen ist. Das ist sicher aber genauso selten, wie das eigene Glückserleben. Immerhin ist es nicht chimärisch. Immerhin.

  3. Frau Schmidt sagt:

    Wenn eine der Lebensphilosophien heißt: »Reden bringt’s doch nicht«, dann wird auch kaum was zerredet werden.
    Abgesehen davon, daß Du in letzter Zeit nicht viel redest, habe ich es nicht auf Dich bezogen. Sondern es schien mir ein interessanter und einleuchtender Aspekt.

    Natürlich habe ich die Auffassung, daß Glück durch und mit anderen Menschen zu erreichen ist. Als ich jedoch auf den alten Beitrag verwies und die vielen äußeren Einflüsse und Kleinigkeiten meinte, die mich zu glücklichen Momenten führen, da dachte ich eher an Dinge wie Schneeflocken auf der Zunge, raschelndes Herbstlaub unter den Füßen, Meeresrauschen, glitzernde Tautropfen in der Morgensonne und so weiter. Diese Glücksmomente werden von außen ausgelöst, sind eigentlich Kleinigkeiten, die aber von mir sehr individuell wahrgenommen werden und in mir zum Glücksmoment werden. Andere rennen vielleicht dran vorbei. Deshalb liegt es in uns und an uns, wie und wann und ob wir das Glück – und sei es noch so klein – wahrnehmen.

  4. Chris K. sagt:

    »Reden bringt’s doch nicht« ist keineswegs eine Lebensphilosophie, es ist Sarkasmus und eine lebensnotwendige Strategie gegen den Untergang. Man soll seine Zeit nicht vergeuden mit Menschen, die keine Antworten haben.

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